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Kreissportverband Ostholstein

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04.11.2015

Entscheidungen in Hamburg und Kiel hat auch Auswirkungen auf Ostholstein

Einwohner sollen für die Olympischen Spiele 2024 abstimmen

Am 29. November sollen die Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Landeshauptstadt Kiel ihre Meinung zu den Olympischen Spielen und den Paralympischen Spielen für das Jahr 2024 abgegeben. Bei einer Zustimmung sollen Sie mit "Ja" stimmen, bei einer Ablehnung mit "Nein". Der Kreissportverband (KSV) Ostholstein e.V. hat jetzt mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass alle Hamburger und Kieler Einwohner mit "Ja" stimmen sollen, "das hat auch strukturell bessere Möglichkeiten für unsere Region", sagte der 1. Vorsitzende des KSV, Rolf Röhling.

Die Ausrichtung der Olympischen Spiele in Hamburg und Kiel wäre auch für den Kreis Ostholstein, der Mitglied der Kernregion Hamburg ist, von herausragender Bedeutung, so Röhling weiter. Es wäre im Sinne des Sports, im Sinne der weiteren Strukturierung der Maßnahmen in beiden Bundesländern und täte dem Ansehen Deutschlands sehr gut, wenn ein Großteil der Einwohner sich dafür aussprechen würde, die Olympischen Spiele im Norden der Bundesrepublik auszurichten. Auch wenn für viele die Finanzierung eines solchen Großereignisses das Problem sein dürfte. Aber: Wenn nicht Deutschland, welches andere demokratische Land könnte dann noch eine Olympiade ausrichten?

Der 1. Vorsitzende des KSV Ostholstein appellierte an solche Bewohner in Ostholstein, die Verwandtschaft oder Freunde in Hamburg und Kiel haben, sie dazu zu animieren, auf dem Stimmzettel das "Ja" anzukreuzen. Ministerpräsident Thorsten Albig sagte es jüngst auf dem "Tag des Sports" in Kiel: "Es gibt nichts anderes als die Olympischen Spiele, um den Aufschwung für das Land zu forcieren". Der Ministerpräsident des nördlichsten Bundeslandes reagierte damit auch auf die strukturellen Veränderungen, die vor den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele 1972 rund um Kiel vollzogen wurden. Der Kreissportverband Ostholstein rechnet damit, dass eine solche Situation auch vor den Olympischen Spielen 2024 eintreten wird, "und davon werden auch wir in Ostholstein profitieren", bemerkte Rolf Röhling.

Hamburg hat mit seinem modernen und effektiven Plan für den Bau der Sportanlagen und dem Vorhaben, Olympische Spiele auf einem besonders engen Raum zu veranstalten, sehr gute Voraussetzungen geschaffen. Mit den Segelwettbewerben in Kiel und dem Golf auf Gut Kaden in Alveslohe (Kreis Segeberg) wollen auch zwei Orte in Schleswig-Holstein davon positive Aspekte erfahren. Wenn die Bevölkerung in der Masse sich auch dann noch für die Ausrichtung ausspricht, dürfte es den Verantwortlichen beim Olympischen Komitee schwer fallen, Hamburg nicht zu bedenken, auch wenn Paris, Rom oder Los Angeles zu den Konkurrenten gehören. Das einzige negative Merkmal der Freien und Hansestadt Hamburg ist die Tatsache, dass Hamburg keine Hauptstadt ist. "Sie ist aber eine Millionenmetropole und eine einzig wunderbare Stadt", bemerkte der KSV-Vorsitzende.

Für den Norden wäre es ganz ideal, wenn durch die Olympischen Spiele weitere Strukturmaßnahmen verbessert, ergänzt oder neugebaut werden könnten. Im Vorfeld, so der Kreissportverband, könnte es auch angehen, dass bestimmte Teilnehmer der Olympischen Spiele Trainingslager in Ostholstein aufbauen könnten. Schließlich kommt nach Auffassung des KSV Ostholstein es auch in den Vordergrund, dass die Sportveranstaltung mit den fünf Ringen zu einer unwahrscheinlichen Stärkung des Tourismus beitragen könnte - und das über viele Jahre hinweg. "Sie Segelwettbewerbe sind auch ein wesentlicher Bereich des Tourismus im Lande", stellte Rolf Röhling abschließend fest.