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Kreissportverband Ostholstein

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15.09.2015

SPD-Politiker holten sich Informationen aus erster Hand

Teilfraktion der SPD-Fraktion Ostholstein beim Kreissportverband Ostholstein

Fragen der Stärkung des Ehrenamtes, die Möglichkeiten der Finanzierung von Sportanlagen im Kreis sowie die Personalkostensituation einschließlich der Kosten für die Übungsstunden der Trainer und Ausbilder in den Vereinen standen im Mittelpunkt eines Gespräches beim Kreissportverband (KSV) Ostholstein. Neben dem geschäftsführenden Vorstand des KSV und der Geschäftsführung waren auch die Mitglieder der Teilfraktion Schule, Bildung, Kultur und Sport der SPD-Fraktion Ostholstein dabei, die um dieses Gespräch gebeten hatten.

Einigkeit und eine für beide Seiten erfolgreiche Diskussionen standen in dem mehr als zwei Stunden dauernden Gespräch im Vordergrund der beiden Institutionen, wie der KSV-Vorsitzende Rolf Röhling und die Leiterin der Teilfraktion, Annette Schlichter-Schenck, anschließend feststellten. Der KSV-Vorsitzende, der an der Spitze des mit fast 60.000 Mitgliedern größten Vereins in Ostholstein steht, hatte zu Beginn des Gespräches auf Wünsche und künftige Vorhaben des Kreissportverbandes hingewiesen. Dabei standen vor allem die weiterhin fachkundige Ausbildung von Übungsleitern und Trainern, die Einbindung von Asylbewerbern, die oben anstehende Renovierung von Sportstätten sowie die Forderung des Kreissportverbandes Ostholstein, dass der Sport von der Politik und den Verwaltungen mehr in den Vordergrund gestellt wird, vorn an. Der KSV-Geschäftsführer Götz Haß stellte die Aufgaben des Kreissportverbandes dar und erläuterte, dass der Verband mit den Finanzmitteln im Jahr 2016 auskommen wird, nachdem man schon im vergangenen Jahr vom bevorstehenden Wechsel in der hauptamtlichen Geschäftsführung eine Erhöhung der Mittel vorgenommen hatte. Rolf Röhling deutete aber an, dass man die Absicht habe, innerhalb der Kreisgeschäftsstelle im Jahr 2017 einen Praktikanten zu beschäftigen. "Wenn wir dafür eine geeignete Person gefundenn haben, dann benötigen wir sicherlich mehr Geld als Zuschuss", betonte auch der neue Geschäftsführer Wolfgang Ruge, der am 1. Oktober sein Amt beim KSV Ostholstein antreten wird.

In gewohnter Art und Weise hatte Götz Haß auf einzelne Maßnahmen des Kreissportverbandes und der Sportjugend hingewiesen und vor allem die Zukunftskonferenzen erläutert, in denen gemeinsam mit den Vereinen und Fachverbänden künftige Aufgaben, insbesondere um den Mitgliederschwund in den Vereinen aufzuhalten, erarbeitet wurden. Auch die Tatsache, dass innerhalb des Kreissportverbandes Ostholstein als einziger Sportverband im Lande ein Frauenausschuss besteht, der kontinuierlich sogenannte Frauen-Power-Tage veranstaltet, fanden die Zustimmung der Politiker aus der SPD-Fraktion. Sorgen drückte Götz Haß aus, dass in Ostholstein sportgerechte Schwimmbäder fehlen. Die Forderung des Sports hier seitens des Landes mehr Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, hatten dazu geführt, das der Innenminister im März 2015 eine Richtlinie über die Sanierung von kommunalen Schwimmsportstätten herausgegeben habe. Danach sei eine Unterstützung von Kommunen zur Erhaltung ihrer Sportinfrastruktur möglich. Keine Lösung wurde aber für die Errichtung neuer sportgerechter Schwimmsportstätten gefunden, und Haß verwies auf die Tatsache, dass Kommunen, die ihre Schwimmhalle schließen oder abreißen mussten, nicht in der Lage sind, die hohen Betriebs- und Unterhaltungskosten zu tragen. Auch die vom Land zur Verfügung gestellten 2,4 Millionen Euro für die Sanierung reichen dafür landesweit überhaupt nicht aus. Sowohl die Vorsitzende der Teilfraktion Annette Schlichter-Schenk als auch der Fraktionsvorsitzende Burkhard Klinke betonten in voller Übereinstimmung die vorbildliche Führung des KSV Ostholstein durch den Geschäftsführer Götz Haß und den ehrenamtlich besetzten Vorstand. "Hier wird vorbildliche Arbeit geleistet, für die wir vom Kreis Ostholstein uns nur bedanken können".

Auch die Tatsache, dass der KSV schon vor Jahren der Kreisverwaltung in Eutin maßgebliche Aufgaben bei der Bezuschussung abgenommen hat, wurde nachdrücklich begrüßt.

Bei der Diskussion über die dringend erforderliche Sanierung von Sportstätten kamen beide Gesprächsseiten überein, dass auch im Kreis Ostholstein ein Sportstättenkataster angelegt werden sollte, um die einzelnen Maßnahmen sowie die Höhe der dafür erforderlichen Finanzen aufzuzeigen. Der Kreissportverband regte an, dass er die Vereine, die eigene Sportstätten haben, anschreiben wird, während der Kreis Ostholstein die Kommunen für die Maßnahme anschreiben soll. Landesweit wurde ein Investitionsvolumen von mehr als 50 Millionen Euro errechnet.

Das im Moment große Thema der Flüchtlingsbewegung von Menschen aus Syrien, aus Afrika oder Afghanistan und anderen Ländern sei - im Moment - in Ostholstein für die Sportvereine kein Problem. Die Flüchtlinge, die Sport treiben und dafür in einen Sportvereinn wollen, wind in den Vereinen gerne gesehen. Die Vereine hätten dafür teilweise eine freie Mitgliedschaft eingerichtet, und der Landessportverband hat 50.000 Euro für die Finanzierung von ergänzenden Maßnahmen zur Verfügung gestellt.

Mit Nachdruck forderte Götz Haß noch einmal die Politiker im Lande auf, Zuschüsse für den Sport nicht als freiwillige Leistung anzusehen, denn in der Landesverfassung ist der Sport als Staatsziel enthalten. "Sport dient der Gesundheit, hält die Menschen fit und ist für Menschen aller Altersklassen geeignet". Hier werde man, so der KSV-Vorsitzende Rolf Röhling weiter, in den kommenden Jahren weiter ansetzen, um attraktive Sportarten und attraktive Sportstätten den Menschen in Ostholstein anzubieten.

Die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion sicherten ihre Unterstützung zu und versprachen auch wegen der Personalkostenzuschüsse im Austausch zu bleiben. "Die Anregung zur Einführung eines Sportstättenkatasters auf Kreisebene werden wir aufgreifen", so Annette Schlichter-Schenck und Burkhard Klinke.


Gespräch KSV/SPD-Teilfraktion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grupp der Gesprächsteilnehmer vor der KSV-Geschäftsstelle
in Lensahn
Foto: KSV