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Kreissportverband Ostholstein

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02.06.2015

Zusage des Kreises und der Sparkasse für weitere Förderung in Zukunft

Sporthallen und Sportstätten müssen saniert werden - Kosten im Lande: 55 Millionen Euro

Ein sehr gut besetzter Kreissportverbandstag und ein genauso gut besetzter Tisch, an dem die Ehrengäste Platz nahmen: Das waren die äußeren Zeichen des Kreissportverbandstages in Pönitz. Der Kreissportverband (KSV) Ostholstein hatte dazu die Delegierten der 192 Vereine und 17 Fachverbände in den Sportpark der Sportvereinigung Pönitz eingeladen. Die Liste der Ehrengäste wurde angeführt von Kreispräsident Ulrich Rüder und den Vizepräsidenten des Landessportverbandes (LSV) Schleswig-Holstein, Wolfgang Beer.

Der höchste Vertreter des Kreises Ostholstein, Kreispräsident Ulrich Rüder, machte den Vertretern des KSV ebenso wie der Vertreter der Sparkasse Holstein und der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, Jörg Schumacher, die beste Mitteilung: Beide Ehrengäste sagten zu, das auch in den kommenden Jahren die bisher geleistete Zuschussgewährung für die Arbeit des KSV fortgesetzt wird. Ulrich Rüder: "Der Kreis Ostholstein wird den Sport und den Kreissportverband weiterhin ein verlässlicher Partner sein". Er verwies darauf, dass der Kreis für die Förderung von Baumaßnahmen, ehrenamtlichen Übungsleitern und der Organisation des Kreissportverbandes seinen jährlichen Zuschuss von 254.000,00 Euro um 7.500,00 Euro auf 261.500,00 Euro erhöht habe. Der Sport wird auch in Zukunft, so Ulrich Rüder weiter, eine hohe Förderung dieser gesellschaftlich so wichtigen Aufgabe erhalten, darum werde sich der Kreis bemühen. Er dankte dem KSV Ostholstein, der die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Sport- und Vereinslebens in Ostholstein gewährleistet. Der Kreissportverband sei nach Darstellung des Kreispräsidenten "für den Kreis Ostholstein immer ein verlässlicher Partner".

Jörg Schumacher unterstrich ebenso die Bedeutung des Sports und verwies darauf, dass die Sparkasse Holstein und die Sparkassen-Stiftung Ostholstein rund 85.000,00 Euro dem Kreissportverband zukommen lassen. Dank sprach er dem Geschäftsführer und dem Vorstand für die immer gute und harmonische Zusammenarbeit aus.

Dafür sprach Rolf Röhling der Sparkasse und dem Kreis Ostholstein auch den Dank des Kreissportverbandes aus, für die schon seit Jahren gewährte Unterstützung.

Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, unterstrich in seinen Grußworten die hohe Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft. Seine Gemeinde habe das auch erkannt und den Sportpark in Pönitz errichtet. Hier hätten unter anderem die Schulkinder der benachbarten Schule sowie die Mitglieder der Sportvereinigung Pönitz beste Voraussetzungen, um ihren Sport zu betreiben.

Wolfgang Beer als Vizepräsident des Landessportverbandes gratulierte dazu die Gemeinde Scharbeutz und die hier Sport treibenden Sportler "für diese herausragende Einrichtung". Hier sei deutlich geworden, dass die Kommune in erster Linie der Partner der Sportvereine ist. Beer ging dann aber auch auf die Verbindung zwischen dem LSV und dem Kreissportverband Ostholstein ein und bekräftigte die Auswirkungen des Kommunaldialoges, zu dem die Vorstände beider Einrichtungen sich im vergangenen Jahr in Bad Malente trafen. Hier seien Entscheidungen und Anregungen gegeben worden, die der LSV bereits umgesetzt habe. "Wir sind und wollen der Dienstleister der Kreissportverbände sein und engere Kontakte pflegen", erläuterte der LSV-Vizepräsident. "Wir nehmen die Anforderungen der Gesellschaft und des Sports an". Auf dem am 20. Juni in Kiel stattfindenden Landessportverbandstag wird es dazu auch Entscheidungen geben, die es bisher noch nicht gegeben hat. Alle Vorstandsämter werden in diesem Jahr besetzt, so sind für die Beisitzerfunktionen des LSV-Vorstandes bekannte Sportler wie Meike Evers-Rölver und Kirsten Bruhn vorgeschlagen. Der LSV wird neue Akzente setzen, damit der Sport weiterhin attraktiv bleiben kann.

Sportstätten sind in einem beträchtlichen Maße renovierungsbedürftig

Rolf Röhling als neuer 1. Vorsitzender des Kreissportverbandes dankte zunächst seinem Vorgänger Manfred Hoffmann. Er betonte wie zuvor schon Kreispräsident Ulrich Rüder, dass damit eine Ära in der Geschichte des Kreissportverbandes zu Ende geht. Hoffmann hat als Nachfolger von Fritz Latendorf den Verband über 20 Jahre lang erfolgreich und tatkräftig geleitet. Er, so Röhling weiter, sieht in der Übernahme des Amtes als 1. Vorsitzender eine große Aufgabe vor sich, denn "wir stehen vor großen Herausforderungen". Der 1. Vorsitzende appellierte an die Adresse der Politiker, den Sport weiterhin nachhaltig zu unterstützen, insbesondere finanziell. Die Sportstätten sind in einem erheblichen Maße renovierungsbedürftig. Nach offiziellen Berechnungen besteht hier im nördlichsten Bundesland ein finanzieller Nachholbedarf von über 55 Millionen Euro, um die Sporthallen und anderen Sportanlagen wieder in Schuss zu bringen. Der Appell des KSV-Vorsitzenden, den Sport nicht nur in die Landesverfassung aufzunehmen, sondern dann auch danach zu arbeiten. Die Bildung, Arbeitsplätze schaffen, Strukturwandel und ähnliche andere Dinge werden von den Politikern immer wieder in den Vordergrund gestellt. "Doch dann muss auch der Sport genannt werden - und das an erster Stelle". Der Vorsitzende dese KSV weiter: "Wenn im Sport Geld einsetzt wird, dann ist das Geld für die Zukunft gut angelegt. Die Nachhaltigkeit, von denen die Politiker immer wieder sprechen, sei hier gegeben".

Sport macht vor allem Spaß, aber Sport sei noch viel mehr. Er gibt Ertüchtigung, Gesunderhaltung, Freizeitgestaltung und Ausgleich. Er trägt viel dazu bei, dass ganz unterschiedliche Menschen in unserem Land zueinanderfinden und zusammenhalten, dass Teamfähigkeit und soziales Verhalten dominieren.

Im Sport spiegelt sich auch die Gesellschaft wider - und er gestaltet sie mit, wie Röhling erläuterte. Er leistet einen Beitrag zur Völkerverständigung, zu einem friedlichen Miteinander innerhalb der Gesellschaft durch die Werte, die der Sport verkörpert, stellte Rolf Röhling fest: Fairness, Engagement, Leistung und Teamgeist. Das sind die Farben, die er in die Gesellschaft zurückspiegelt, mit denen er sie lebenswerter macht.

Die Vereine und der Kreissportverband werden in diesen Wochen und Monaten immer wieder dazu aufgefordert, sich an die Integration und die Aufnahme von Asylbewerbern oder Flüchtlingen zu beteiligen. "Das ist für uns auf dem Lande überhaupt keine Frage", sagte der 1. Vorsitzende. Das Programm "Integration durch Sport" sei bei den Sportvereinen längst etabliert. In Deutschland haben über eine Million vorwiegend junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte hierdurch die Möglichkeit, an Sportangeboten teilzunehmen. Und auch in Ostholstein ist das der Fall, "die Sportvereine stehen diesen Menschen immer offen gegenüber".

KSV wird die Arbeit fortsetzen, aber auch einiges verändern

Der Kreissportverband hat in der Vergangenheit seine Aufgaben und Ziele hervorragend gemeistert und er wird es auch in Zukunft so machen. "Wir haben einen gut zusammengesetzten Vorstand und eine gut besetzte, funktionierende, agierende und auch Ideen gebende hauptamtliche Geschäftsführung". Der neue Vorstand wird, so kündigte der neue Vorsitzende an, in den kommenen Jahren die Arbeit fortsetzen, aber auch einiges verändern wollen. "Wir müssen nach Möglichkeiten und Geld suchen, um für die Trainer und Ausbilder in den Vereinen mehr Geld ausgeben zu können. Denn bei der VHS oder bei der Feuerwehr verdienen die Trainer, die meist beim KSV ausgebildet wurden, erheblich mehr. Wir wollen die Vereine beraten, mit welchen Mitteln und mit welchen Angeboten sie neue Mitglieder erhalten.

Der KSV Ostholstein wird die dafür geeigneten Vereine auch immer mehr dazu anregen, Möglichkeiten der Kooperation oder der Fusion in Betracht zu ziehen. "Es kann nämlich nicht angehen, dass Vereine ihren Spielbetrieb oder den Trainingsbetrieb für die eine oder andere Sportart einstellen, weil kein Trainer zur Verfügung steht. Es darf auch nicht angehen, dass einige Vereine keinen kompletten Vorstand mehr haben, weil sich keine Frau oder kein Mann dafür zur Verfügung stellt. Auch neue Medien - ob das Internet oder Facebook - sollen mehr in die Arbeit mit einbezogen werden, um damit auch noch mehr die jüngere Generation anzusprechen. "Wir müssen aber auch, so wie Wolfgang Beer vom LSV es auch schon aussprach, weiterhin gute Trainer und Ausbilder finden und sie ausbilden. Nur wenn wir das schaffen, kann der Sport weiterhin gut funktionieren.



Ehrengäste Verbandstag 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Delegierten- und der Ehrengastbereich waren auf dem Kreissport-
verbandstag sehr gut besetzt.